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12.04.2011 |

Webfonts – Schriften im Internet

„Webfont-Services sind die Tools der Stunde für typografisch anspruchsvolle Webdesigner. Da Safari und Chrome noch mit einer echten Webfont-Unterstützung à la EOT und WOFF auf sich warten lassen, sind es diese Online- Dienstleister, die innovativen Webdesignern die langersehnte Fontvielfalt ermöglichen“, mit diesen Worten beschreibt Ivo Gabrowitsch von fontwerk.com in seinem Blog eine kleine Revolution, die sich zurzeit im Bereich der Online- Typografie abspielt.

Mittlerweile lassen sich Webfonts problemlos und plattformunanhängig einbinden. So lassen sich gute Resultate auf Mac-, Linux- und Windowsumgebungen erzielen, aber auch auf Smartphones kommen die Webfonts zum Tragen. Bereits haben sich diverse kommerzielle Anbieter von Font-Services etabliert, man findet jedoch zu den meisten Diensten ein ähnliches Open Source Pendant.

Technisch bauen die meisten Dienste auf reine CSS-Lösungen, manche arbeiten aber auch mit Unterstützung von JavaScript. Aus Sicht der Performance und Kompatibilität ist natürlich eine Lösung mittels CSS zu bevorzugen. Ein Problem bei der Darstellung der Schriften tritt immer wieder auf Windows Maschinen auf, hier macht vor allem das Antialiasing Probleme. Hierbei haben wir die besten Resultate mit dem Dienst fontsquirrel.com erreicht.

Im Folgenden haben wir eine Auflistung über die untersuchten Anbieter und deren Vor- und Nachteile zusammengestellt:

Anbieter im Überblick:

DER SIEGER UND ALLESKÖNNER:
FONTSQUIRREL.COM

Vorteile: 

- Generiert aus einer Schrift für jedes Betriebssystem eigene Font-Faces:

  • TrueType Fonts for Firefox 3.5+ , Opera 10+, Safari 3.1+, Chrome 4.0.249.4+
  • EOT fonts for Internet Explorer 4+
  • WOFF fonts for Firefox 3.6+, Internet Explorer 9+, Chrome 5+
  • SVG fonts for iPad and iPhone

Weitere Vorteile:

  • Direkte Einbindung mittels CSS
  • Text kann normal markiert werden (copy & paste)
  • Hunderte von gratis Schriften direkt verfügbar
  • Einbindung direkt via CSS
  • Normale Suchmaschinen-Indexierung

Nachteile:

  • Noch keine bekannt


SILBER GEHT AN CUFÓN:
CUFON.SHOQOLATE.COM

Vorteile:

  • Einfache Generierung von Schriften
  • Einfache Einbindung mittels JS
  • Keine Plug-Ins nötig
  • Fallback bei nicht unterstützten Schriften

Nachteile:

  • Textmarkierung funktioniert nur teilweise
  • Zum Teil funktionieren Schriften auf Windows bei gewissen Schriftgrössen nicht immer korrekt
  • Relatives langsames Rendering
  • Auswirkung auf Suchmaschinen "teilweise" ungekannt

BRONZE GEHT AN TYPEKIT:
TYPEKIT.COM

Vorteile:

  • Grosse Auswahl an kommerziellen Schriften verfügbar
  • Gute Live-Vorschauen der jeweiligen Schriften

Nachteile:

  • Kostenpflichtig
  • Komplizierter und zeitaufwändiger Konfigurator
  • Teilweise mangelhafte Darstellung auf Windows Systemen

 

Die Zukunft:

Gespannt darf man sicherlich auf die weiteren Ausbauschritte des kostenlosen Services „Google Font Directory“ sein. Aktuell sind bereits ca. 60 Schriften verfügbar. Wie wir aber Google kennen, wird hier sicherlich noch einiges in diese Richtung gehen und weitere Schriften werden das Angebot ergänzen.

Wenn es um die Einbindung einer speziellen Schrift zur Umsetzung des Corporate Designs geht, kommt man um die kostenpflichtigen Anbieter fast nicht herum. Diese kommen ihren Kunden jedoch mit einer flexiblen Preisgestaltung entgegen. Allerdings können gerade hier die genannten Antialiasing Probleme auf Windows Rechnern auftauchen. Für den Webdesigner eröffnen sich mit den Font-Diensten zahlreiche neue Gestaltungsmöglichkeiten, vor allem die verschiedenen Open Source Lösungen können punkten.

Weiterführende Links / Reviews zu den wichtigsten Anbietern von Webfonts:

 

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