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Das Internet wandert in die Hosentasche

Morgens im Zug zur Arbeit: Als erstes den Posteingang prüfen, anschliessend die neuen Mails beantworten und während der verbleibenden Zeit die Onlinezeitung lesen. Die Nutzung des Internets befindet sich zweifellos in einem schnellen Wandel. 

Morgens im Zug zur Arbeit: Als erstes den Posteingang prüfen, anschliessend die neuen Mails beantworten und während der verbleibenden Zeit die Onlinezeitung lesen. Die Nutzung des Internets befindet sich zweifellos in einem schnellen Wandel. Während vor einigen Jahren hauptsächlich vom Desktopcomputer auf das Internet zugegriffen wurde, erfreuen sich mobile Endgeräte zunehmender Beliebtheit.

Die Studie Our mobile Planet (2012) zeigt die aktuelle Entwicklung eindrücklich auf:

 

  • 96% aller Besitzer eines internetfähigen mobilen Endgerätes suchen im Internet nach Informationen. 56% all dieser Suchanfragen führen zu einem Kundenkontakt.
  • Bereits heute liegt der Anteil mobiler Suchanfragen über Google bei rund 15%. Die Anzahl an Suchanfragen wächst zudem stetig – alleine letztes Jahr vervierfachten sich die mobilen Suchanfragen.

 

Unterwegs haben wir andere Bedürfnisse

Wurden in der Vergangenheit die Informationsangebote im Internet auf die Bedürfnisse der Desktop Benutzer ausgerichtet, müssen moderne Webseiten heute auch den Anforderungen von mobilen Anwendern gerecht werden: Die Bildschirme sind kleiner, bedient wird mit dem Finger und der Zugriff auf das Internet findet von unterwegs her statt.

 

Gegenwärtig werden diese Anforderungen meistens durch native – das heisst lokal installierte – Apps abgedeckt. Die Anbieter von Betriebssystemen (z.B. Apple, Google, Microsoft) stellen den Entwicklern hierzu individuelle Technologien zur Verfügung, um mobile Applikationen zu entwickeln.

 

Flexibel und benutzerfreundlich: Apps im Browser

Der Umweg über das Installieren einer nativen App lässt sich in den meisten Fällen vermeiden. Dies Dank dem Einsatz modernster Webtechnologien und der Verfügbarkeit von zahlreichen Frameworks für die Entwicklung von mobilen Web Apps. Dadurch ergeben sich zahlreiche Vorteile:

 

Plattformunabhängig

Native Apps müssen aufgrund der unterschiedlichen technischen Grundlagen für jede Plattform (z.B. iOS, Android, WP) individuell entwickelt werden. Dies führt bei der Entwicklung für mehrere Plattformen zu erheblichen Mehrkosten.

Mobile Web Apps basieren auf der gleichen technischen Grundlage, sie werden im Browser geladen. Da Smartphones mit einem modernen Web Browser ausgestattet sind, lassen sich dort die Vorteile vom aktuellen Stand der Technik wie HTML5 und CSS3 nutzen. Das folgende Beispiel zeigt die Startseite des Smashing Magazines auf zwei unterschiedlichen Plattformen. Lediglich das Layout der Browser unterscheidet die beiden Versionen voneinander:

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Kein App-Store

Der Nutzer ist nicht mehr gezwungen, die Applikationen lokal auf seinem Gerät zu installieren. Der Kauf bzw. Download im App-Store wird dadurch überflüssig. Für die Anbieter von kostenpflichtigen Angeboten entfallen so die Servicegebühren, die in der Regel rund 30% des App-Umsatzes betragen. So kann sich die Entwicklung einer Web App auch finanziell lohnen.

 

Immer verfügbar

Inhalte der Web Applikationen können Dank HTML5 auch offline verfügbar gemacht werden. So kann auch bei fehlender Internetverbindung auf die Inhalte der App zugegriffen werden.

 

Immer aktuell

Beim Aufruf von Webangeboten werden alle nötigen Daten neu geladen. Anpassungen wie z.B. Sicherheitsupdates werden bei jedem Aufruf vom Server geladen. Somit entfällt der mühsame Update Prozess über den App Store.

 

Responsive Design

Bei Responsive Designs passt sich die Darstellung automatisch an die Bildschirmgrösse des Anzeigegeräts an. Dazu werden für die verschiedenen Bildschirmgrössen passende Layouts definiert und entsprechend angezeigt. Dies ermöglicht die Anzeige der Webinhalte auf allen Geräten mit Internetzugang (Desktop, Tablet, Mobile). Ein sehr gelungenes Beispiel für Responsive-Design bietet wiederum das Smashing Magazine (www.smashingmagazine.com):

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Web Apps im Einsatz

Wie gezeigt, sind die Vorteile für Anwender, Entwickler und Anbieter vielfältig. Am Beispiel der Financial Times lässt sich der Erfolg mobiler Weblösungen hervorragend veranschaulichen. Bereits im Juni 2011 zog die Wirtschaftszeitung ihr Angebot aus dem App-Store von Apple zurück und setzte ausschliesslich auf ein webbasiertes Angebot – plattformunabhängig und befreit von Servicegebühren. Um ihren Lesern weiterhin das gewohnte Erlebnis bieten zu können, wurden ausschliesslich aktuelle Webtechnologien eingesetzt. Mit über 700'000 aktiven Lesern erreicht die Financial Times gegenwärtig mehr Abonnenten als zu Zeiten der nativen App.

 

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Mobile Webseiten und Web Apps

Wie unterscheiden sich mobile Webseiten von Web Apps? Wo finden sich Gemeinsamkeiten und wo sind die Unterschiede? Im Folgenden werden die wichtigsten Unterschiede kurz dargestellt:

 

Look and Feel

Das Verhalten mobiler Webseiten ist vergleichbar mit dem von klassischen Webseiten. Das Erlebnis ist geprägt von klickbaren Links und dem Laden neuer Seiten. Web Apps, obwohl im Browser gestartet, sollen das Gefühl eines lokal installierten Programms vermitteln. Links werden durch Buttons ersetzt und flüssige Seitenübergänge lösen das Laden neuer Seiten ab. In diesem Zusammenhang haben die beiden deutschen Designer Nico Engelhardt und Johannes Ippen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie anhand ihres Aside Magazines die Möglichkeiten der neuen Webtechnologien eindrücklich aufgezeigt. Das Ergebnis kommt jenem von nativen Apps sehr nahe. Einzig die Ladezeiten lassen den Benutzer noch auf eine Web App schliessen. 

 

Ein Problem muss gelöst werden

Das Ziel einer Applikation ist das Lösen eines Problems, während bei einer klassischen Web App die Informationsbereitstellung im Vordergrund steht. Die App sollte nur die Funktionalität bieten, die der Kunde sucht, um ihn bei seinem Problem zu unterstützen. So muss eine Aussendienst-App die spezifischen Prozesse eines Aussendienst-Mitarbeitenden abbilden. Dazu gehören z.B. das Erstellen einer Offerte, die Abfrage von Verfügbarkeiten, Bestellungen oder Gutschriften.

Neben der Funktionalität spielen die Anwendungsszenarien eine wichtige Rolle. Wird die App zum Beispiel hauptsächlich unter freiem Himmel verwendet, müssen neben dem Kontrast auch die Schrift stärker ausgeprägt sein. Nur so kann auch bei sonnigen Verhältnissen ein angenehmes Leseerlebnis geboten werden.

 

 

Die Grenzen sind fliessend

Die Unterscheidung von mobilen Applikationen und Webseiten ist eher theoretischer Natur. In der Realität sind die Grenzen oft fliessend. So finden sich in den meisten Fällen Plattformen mit beiden Eigenschaften, wie zum Beispiel ein Ticketverkäufer mit ausgeprägten Informationsinhalten zu den Bands und den Locations, sowie einem klaren Problem, nämlich dem Verkauf von Tickets, welches die Plattform lössen muss. Nicht nur die Anwendungsfälle vermischen sich, sondern auch die Geräte, auf denen sie dargestellt werden, verschmelzen zunehmens. Notebooks erhalten Touchscreens und die Auflösung von Smartphones nähert sich schon denen von nicht allzu alten Desktop Bildschirmen an. All dies gilt es in Zukunft vermehrt zu beacheten. 

 

 

Fazit

Die mobile Nutzung des Internets nimmt rasant zu und die Bedürfnisse der Nutzer verändern sich stetig. Sie greifen an neuen Orten auf Onlineangebote zu und benutzen eine Vielzahl von Plattformen. Eine durchdachte Web-Strategie ist wichtig, um bei optimalem Ressourceneinsatz den zahlreichen internen und externen Bedürfnissen gerecht zu werden. iBROWS unterstütz Unternehmen bei der Planung, der Entwicklung und dem Betrieb von Internetauftritten und Web Apps. Gerne stehen wir Ihnen bei Beratung, Planung und Umsetzung Ihrer Web-Strategie zur Seite.

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